Neue Ambulanz für Menschen mit Multipler Sklerose

St. Ansgar Krankenhaus der KHWE in Höxter stärkt ambulante Versorgung in der Region

Die neuen MS-Ambulanz am St. Ansgar Krankenhaus erweitert das neurologische Versorgungsangebot für Menschen mit Multiple Sklerose (von links): Juliane Gierke (Standortleitung St. Ansgar Krankenhaus),Chantal Dil (Medizinisch-technische Assistentin), Dr. Sophia Lades (Leitende Oberärztin der Klinik für Neurologie und Leitung der MS-Ambulanz), Prof. Dr. Mark Obermann (Chefarzt der Klinik für Neurologie) und Daniela Titze (Medizin-technische Assistentin).

30.06.2026

Höxter. Menschen mit Multipler Sklerose (MS) finden von sofort an am St. Ansgar Krankenhaus der KHWE in Höxter eine spezialisierte Anlaufstelle für Diagnostik, Therapie und langfristige Betreuung. Mit der neuen MS-Ambulanz erweitert die Klinik für Neurologie ihr ambulantes Leistungsangebot und stärkt die Versorgung von Betroffenen in der Region. Die Behandlung bietet Patienten Zugang zu einer eng vernetzten, interdisziplinären Betreuung. 

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die sehr unterschiedlich verlaufen kann. Die Diagnose stellt Betroffene häufig vor viele Fragen und Unsicherheiten. Die neue MS-Ambulanz bietet ihnen eine verlässliche Anlaufstelle und begleitet sie von der Diagnosestellung über die Therapieplanung bis zur langfristigen Verlaufskontrolle. Geleitet wird die Ambulanz von Dr. Sophia Lades, Leitende Oberärztin in der Klinik für Neurologie am St. Ansgar Krankenhaus. 

„Eine frühzeitige Diagnose und die individuell passende Therapie können entscheidend dazu beitragen, Krankheitsaktivitäten zu kontrollieren und die Lebensqualität langfristig zu erhalten. Unser Ziel ist es, die Patienten auf diesem Weg kompetent und verlässlich zu begleiten“, sagt Dr. Sophia Lades. 

Innerhalb der Ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) arbeitet die Klinik eng mit verschiedenen Fachdisziplinen zusammen. Neben den neurologischen Experten sind Fachärzte aus den Bereichen Augenheilkunde, Gynäkologie, Kardiologie, Psychiatrie, Radiologie, Labormedizin und Urologie in die Versorgung eingebunden. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit niedergelassenen neurologischen Ärzten. Dr. Sophia Lades erklärt: „Mit dieser Vernetzung können notwendige Untersuchungen, Beratungen und weiterführende Behandlungen schnell und bedarfsgerecht organisiert werden.“ 

Für die Diagnostik und Verlaufskontrolle stehen sämtliche wichtige Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Dazu gehören moderne MRT-Untersuchungen von Gehirn und Rückenmark, Laboranalysen, Liquordiagnostik sowie spezialisierte elektrophysiologische Untersuchungen der Nervenbahnen. Ergänzend können neuropsychologische, psychiatrische, urologische und augenärztliche Untersuchungen durchgeführt werden. Auch Fragen rund um Kinderwunsch und Schwangerschaft werden individuell begleitet. 

Das therapeutische Angebot umfasst moderne verlaufsmodifizierende Therapien, Immun- und Intervalltherapien sowie Kortisonbehandlungen bei akuten Schüben. Darüber hinaus werden Begleiterscheinungen der Erkrankung, beispielsweise Blasen- oder Darmfunktionsstörungen, gezielt behandelt. Bei Bedarf werden physiotherapeutische, ergotherapeutische, logopädische oder sporttherapeutische Maßnahmen in die Behandlung eingebunden. 

Eine Informationsveranstaltung zum Thema Multiple Sklerose ergänzt das neue Versorgungsangebot der MS-Ambulanz im September. Betroffene, Angehörige und interessierte Fachpersonen erhalten dabei Informationen zum Krankheitsbild, zu modernen Behandlungsmöglichkeiten und zum Leistungsspektrum der Ambulanz. Weitere Informationen folgen in Kürze.

 

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