Endoprothetikzentrum
der Maximalversorgung

Neues Gelenk, mehr Lebensqualität

Verschiedene Erkrankungen, allen voran die Arthrose, oder Unfälle können zur unumkehrbaren Zerstörung eines Gelenkes führen. Wenn alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, hilft der künstliche Gelenkersatz. Dank moderner Medizin sind Prothesen heutzutage so gut wie unsere eigenen Gelenke und ermöglichen der überwiegenden Anzahl an Betroffenen dauerhafte Schmerzfreiheit und eine vollständige Wiederherstellung ihrer Mobilität.

Sanfte OPs, individuelle Implantate

Patienten aus ganz Deutschland kommen zu uns nach Brakel. Die Prothesen werden vor der OP individuell und digital geplant: Das bedeutet beispielsweise, dass ein Patient mit O-Beinen nach einer Knie-OP keineswegs gerade Beine hat. Er behält seine natürliche Physiognomie, was ein optimales Zusammenspiel seines neuen Gelenks mit dem umliegenden Gewebe und Bändern ermöglicht. Daneben kommt im Regelfall ein computernavigiertes System zum Einsatz. 

Mit modernsten Diagnose- und Therapieverfahren entwickeln die Fachärzte individuelle Implantatkonzepte. Sanfte, minimal-invasive OP-Techniken gewährleisten, dass der Patient schnell wieder auf die Beine kommt. 

Wir sind zertifiziert!

Unser Endoprothetikzentrum am St. Vincenz Hospital gehört zu den ersten zertifizierten Zentren dieser Art in Deutschland. Jahr für Jahr werden dort rund 900 künstliche Gelenke eingesetzt. Speziell ausgebildete Chirurgen, individuelle Gelenksysteme und stetiges Qualitätsmanagement sind Teil der Zertifizierung, die laufend geprüft und erneuert wird.

Ihr Chefarzt

Prof. Dr. med. Rolf Haaker – Ärztlicher Leiter

Seit 2002 ist Prof. Rolf Haaker Chefarzt der Klinik für Orthopädie und somit Chef des Endoprothetikzentrums. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Publikationen sowie Buchbeiträge und ist Herausgeber mehrerer international anerkannter Bücher zu orthopädischen Themen. Prof. Haaker lehrt er an der Universität Göttingen und ist Präsident des Deutsch-Polnischen Freundeskreises für Orthopädie. 

Qualifikationen: 

  • Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Facharzt für orthopädische Rheumatologie
  • Facharzt für Physikalische Therapie und Balneologie
  • Facharzt für Spezielle orthopädische Chirurgie
     

Unser Therapiekonzept

Mit Hilfe der computergestützten Prothesenplanung wird die optimale Größe des Implantats und seine präzise Ausrichtung schon vor der Operation festgelegt. So wird der bestmögliche Sitz der Prothese gewährleistet. Wir setzen auf eine natürliche Ausrichtung, die die individuelle Anatomie des Patienten berücksichtigt und den Zustand vor dem Verschleiß wiederherstellt, damit Gelenke, Bänder und Gewebe wieder optimal zusammenspielen.  Mit dieser Philosophie sind wir Vorreiter in Deutschland und haben die Zufriedenheit unserer Patienten noch einmal deutlich erhöht.

Bei uns erhalten Sie Implantate aus hochwertigen Materialien. Einen Überblick über die von uns verwendeten Prothesen finden Sie in unseren Ansichtsbeispielen .

Für eine weichteilschonende Behandlung setzen wir Prothesen mit minimal-invasiven Methoden ein: Muskeln und Sehnen werden möglichst geschont und nicht durchtrennt.  

Höchste Stabilität auch bei Wechselimplantaten

Auch künstliche Gelenke nutzen sich ab: Je nach körperlicher Belastung kann das nach zehn bis fünfzehn Jahren der Fall sein. Wechseloperationen von Implantaten gehören ebenfalls zu unserem Standardrepertoire. Im Bereich der Knie-Prothesen verwenden wir Metallhülsen eines Spezialherstellers aus den USA, die mit einer 3D-Drucktechnik individuell produziert werden und schnell mit den Knochen verwachsen, wodurch eine erneute Stabilität erreicht wird. Die neuen Wechselgelenke bestehen aus Metalllegierungen wie Titan, Kobalt, Chrom oder Edelstahl. Zu unseren Leistungen gehören außerdem Problemanalysen bei schmerzenden Prothesen

Unsere Leistungen der Endoprothetik

  • Individuelle Endoprothetik mit bewährten, modernen Implantaten aus hochwertigen Materialien 
  • Computergestützte Prothesenplanung vor der Operation, Erstellung individueller Implantatkonzepte
  • Geführte Kniegelenksprothesenoperationen mit Navigationssystem und nach neuesten kinematischen Prinzipien
  •  Weichteilschonender, minimal-invasiver Einsatz von Hüftprothesen
  •  Spezial-Prothesen bei komplizierten Fällen, z. B. bei Hüftversteifung oder bei Fehlbildungen nach Verletzungen
  • Einsatz von Sonderprothesen bei besonderen Anforderungen, z. B. Prothesen bei Metallallergie 
  • Wechseloperationen von Prothesen mit Knochenaufbau durch Knochentransplantationen 
  • Infektionsbehandlung bei Prothesen 
  • Problemanalyse von schmerzhaften Prothesen 

Nach dem Einsatz einer Prothese folgt die Rehabilitation. Bei normalem OP-Verlauf verlassen unsere Patienten das Krankenhaus zügig: Sie kehren entweder direkt in ihren gewohnten Alltag zurück oder aber sie gehen in eine ambulante oder in eine stationäre Rehabilitation. Der Sozialdienst vermittelt frühzeitig eine passende Maßnahme. Wir kooperieren mit verschiedenen Reha-Kliniken, der Austausch unter den Ärzten erfolgt auf kurzen Wegen.  

Schmerzfrei zurück ins Leben

Am Abend des OP-Tages hilft Ihnen unser Pflegepersonal beim ersten Aufstehen und bereits am ersten Tag nach dem Eingriff beginnen unsere Physiotherapeuten mit der Mobilisation. Das heißt: Der Patient verlässt sein Bett. Um die Belastungsfähigkeit des Gelenkes kontinuierlich zu steigern, übt der Physiotherapeut mit dem Patienten gezielt alltägliche Bewegungen wie Hinsetzen oder Treppensteigen. Zudem lernen die Patienten, sich gelenkschonend zu bewegen. 


Unsere Leistungen der Rehabilitation

  • Ambulante oder stationäre Rehabilitation
  • Krankengymnastik
  • Individueller, strukturierter Patientenplan für Mobilisation
  • Vermittlung passender Reha-Maßnahmen durch Sozialdienst

Neues Knie für Holger Knie

Ausgerechnet das Knie von Holger Knie machte beim Hochsprung irgendwann schlapp. Der ehemalige Zehnkämpfer musste auf Kugelstoßen und Speerwerfen umsatteln. Irgendwann ging auch das nicht mehr. Der 69jährige aus Bremerhaven bekam einen Tipp von einem befreundeten Sportler, der ebenfalls von Prof. Rolf Haaker behandelt wurde. 
"Wir haben eine Monoschlitten-Prothese eingesetzt. Das ist ein Teilersatz des Kniegelenks", berichtet Prof. Haaker. Dank Physiotherapie ist Holger Knie mittlerweile wieder fit. "Mein Training habe ich angepasst und die Gewichte, die ich werfe oder stoße, erst einmal reduziert."

Holger Knie, der im vergangenen Jahr unter anderem Deutscher Meister im Keulenwurf war, ist optimistisch, dass er wieder zu seiner alten Form zurückfindet. "Das wichtigste für mich war, dass Prof. Haaker sofort erkannt hat, dass Sport meine Leidenschaft ist."

Häufige Fragen

Der Einsatz einer Knie- oder Hüftprothese ist sinnvoll, wenn bei Ihnen der Erhalt des krankhaft veränderten Gelenkes nicht mehr möglich ist und dadurch Ihre Lebensqualität extrem stark eingeschränkt ist. Natürlich geht jeder Entscheidung für die Implantation einer für Sie geeigneten Endoprothese eine fundierte und ausführliche Anamnese und Diagnostik durch unsere Spezialisten voraus. Wir stehen für eine Endoprothetik mit Augenmaß.

Unsere erfahrenen Operateure setzen Ihnen Ihr künstliches Knie- oder Hüftgelenk innerhalb von 1 bis 1 ½ Stunden ein. In besonderen Fällen, z.B. bei Wechseloperationen kann die OP auch länger dauern.

Dank schonender OP-Techniken, wie beispielsweise minimal invasiver Verfahren und modernster Anästhesie, halten wir nach der Implantation des Gelenkes für Sie die Schmerzen so gering wie möglich. Dank der minimalinvasiven Technik sind die Zugänge besonders klein und schonen damit Muskeln und Sehnen. Das minimiert bei der postoperativen Behandlung die Schmerzen. 
Zudem kommt eine postoperative Schmerztherapie zum Einsatz, die individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. 

Unmittelbar nach der Hüft-OP darf das künstliche Gelenk belastet werden. Unsere Experten der Physiotherapie erstellen einen auf Sie zugeschnittenen, strukturierten Therapieplan auf, um die Belastungsfähigkeit Ihres Gelenkes schnell zu steigern. Gehhilfen sind vor allem zu Beginn dieser Therapie erforderlich. Es hängt von Ihrem persönlichen Genesungsverlauf und der Rehabilitation ab, wie lange sie nach der OP auf Gehhilfen angewiesen sein werden (ca. vier bis acht Wochen).

 Die Beugefähigkeit des Kniegelenkes ist nach der OP eingeschränkt, wird aber durch qualifizierte physiotherapeutische Maßnahmen in der Regel bis ca. 100° bis 120° wiedererlangt. Rund 48 Stunden nach der Operation werden die Wundschläuche gezogen und Sie dürfen unter Anleitung unserer Physiotherapeuten das Knie voll belasten, später auch selbständig unter Einsatz zweier Unterarmgehhilfen. Gewöhnlich benötigen Sie die Gehilfen rund sechs Wochen.

Nach Ihrem stationären Aufenthalt (Hüfte 12 – 14 Tage, Knie 8 bis 10 Tage) erfolgt in der Regel die Anschlussheilbehandlung in einer spezialisierten Reha-Klinik. Es ist aber auch eine ambulante Behandlung möglich. Unser Sozialdienst wird Ihnen eine für Sie passende, qualifizierte Reha-Maßnahme vermitteln.

Nach der Rehabilitation können Sie normalerweise wieder problemlos und weitgehend schmerzfrei Ihren Alltag bewältigen und sogar wieder Sport ausüben. Bitte halten Sie aber bezüglich der für Sie geeigneten Sportart Rücksprache mit Ihrem Orthopäden.

 Eine lange Haltbarkeit ist dank moderner Materialien möglich, hängt aber im Einzelfall stark von der Knochenqualität des Patienten und seiner Aktivität sowie von der Positionierung des Implantates ab. Aktuelle Studien belegen, dass rund 95 % der implantierten Hüftprothesen eine Standfähigkeit von ca.15 Jahren, Knieprothesen eine Standzeit von 12 bis 15 Jahren haben.

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