Wenn das Herz plötzlich stehen bleibt

Arzt-Patienten-Seminare der KHWE und der Deutschen Herzstiftung

Klären gemeinsam über den plötzlichen Herztod auf (von links): Thomas Pottmeier von der AOK NordWest, Leitender Arzt für Elektrophysiologie Dr. Eckhard Sorges und Chefarzt der Kardiologie Dr. Béla Bózsik, beide am St. Ansgar Krankenhaus Höxter, sowie Kardiologe mit Facharztpraxis Dr. Martin Buerschaper.

16.10.2023

Kreis Höxter. Rund 65.000 Menschen versterben deutschlandweit jährlich an einem plötzlichen Herztod. Das entspricht etwa 20 Prozent aller durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten Todesfälle. Wie Betroffene mögliche Risikofaktoren erkennen können und was in einem Notfall zu tun ist − darüber klären Dr. Eckhard Sorges, Dr. Béla Bózsik und Dr. Martin Buerschaper in verschiedenen Vorträgen auf und unterstützen damit bereits zum 25. Mal die bundesweiten Herzwochen der Deutschen Herzstiftung. Der erste Vortrag in Beverungen beginnt am Dienstag, 24. Oktober, um 18 Uhr in der Stadthalle.

"Ursache für den plötzlichen Herztod sind meist bösartige Herzrhythmusstörungen, wie das lebensgefährliche Kammerflimmern. Manchmal liegt auch eine Herzmuskelentzündung, ein Herzfehler oder eine angeborene Ursache vor", weiß Dr. Eckhard Sorges, Leitender Arzt für Elektrophysiolgie am St. Ansgar Krankenhaus der KHWE. Binnen Sekunden kommt es dann zu einem Herzstillstand und wenn nicht sofort − am besten per Elektroschock (Defibrillator) − geholfen wird, ist alles zu spät.

 "Wenn jemand den plötzlichen Herzstillstand überlebt, hängt der weitere Verlauf entscheidend davon ab, wie schnell vor Ort mit geeigneten Maßnahmen begonnen wurde. So können schwere Gehirnschäden entstehen, wenn zu viel Zeit bis zu einer erfolgreichen Wiederbelebung vergeht", berichtet Dr. Martin Buerschaper, niedergelassener Kardiologe am Facharztzentrum.

Im Gegensatz dazu können aber auch harmlosere Herzrhythmusstörungen auftreten, die nicht zwingend zum plötzlichen Tod führen müssen. "Neben dem Kammerflimmern gibt es noch zahlreiche andere Arten von Rhythmusstörungen, die gut behandelt werden können und vollkommen ungefährlich sind", berichtet Dr. Sorges. Der Chefarzt für Kardiologie und Intensivmedizin am St. Ansgar Krankenhaus, Dr. Béla Bózsik, ergänzt: "Wichtig ist es, die Risikofaktoren rechtzeitig zu erkennen und ärztlich abklären zu lassen. Nur so können schlimmere Folgen verhindert werden.“

Wie in den vergangenen Jahren auch werden die Veranstaltungen durch die AOK NordWest unterstützt. "Die Veranstaltungsreihe ist seit Jahren ein wichtiger Faktor bei der Pateientenaufklärung im Kreis Höxter. Hier werden wichtige Informationen durch ausgewiesene Experten direkt, verständlich und kostenfrei an die Patientinnen und Patienten gebracht," so Thomas Pottmeier, Teamleiter Vertrieb.

 

Termine und Orte der Arzt-Patienten-Seminare:

Dienstag, 24. Oktober, Beverungen, 18 Uhr
Stadthalle Beverungen
 

Mittwoch, 25. Oktober, Borgentreich, 18 Uhr
Katholisches Pfarrheim

 

Freitag, 24. November 2023, Steinheim, 18 Uhr
Evangelisches Gemeindezentrum

 

Samstag, 25. November, Höxter, 10 Uhr
Konferenzraum hinter der Cafeteria, St. Ansgar Krankenhaus

 

 

Zurück

Schließen