MVZ Hämatologie & Onkologie

Ambulante Krebsbehandlung -  

das gewohnte Leben fortsetzen

Die Diagnose Krebs bedeutet für die Betroffenen einen tiefen Einschnitt in ihrem Leben und stellt sie und ihre Angehörigen vor besondere Herausforderungen. In unserem Medizinischen Versorgungszentrum für Hämatologie und Onkologie haben wir neben einer Behandlung nach modernen medizinischen Standards auch die seelischen Bedürfnisse unserer Patienten im Blick. Mit unseren ambulanten Behandlungskonzepten wollen wir dafür sorgen, dass Sie weiter in Ihrer gewohnten häuslichen Umgebung leben können.

Kombinierte Therapien – weniger Belastung für unsere Patienten

Der Schwerpunkt unseres Versorgungszentrums liegt auf Chemo- und Immuntherapien, zielgerichtete Therapien mit Antikörpern oder Medikamenten, der Verabreichung von Infusionen und Transfusionen sowie auf den diagnostischen Maßnahmen. Zwischen den ambulant und stationär tätigen Ärzten der internistischen sowie Strahlentherapie findet ein ständiger Austausch statt. So lassen sich kombinierte Therapien aus Strahlen- und Chemotherapie durchführen. Lange und oftmals für die Patienten belastende Wege entfallen. Außerdem können begonnene Therapiekonzepte entsprechend ambulant oder stationär fortgesetzt werden. Sollte eine Heilung nicht möglich sein, ist es unser Ziel, unsere Patienten umfassend zu versorgen, dass ihre Lebensqualität bestmöglich erhalten bleibt.

Ihr Facharzt

Dr. med. Peer Scharnberg

Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie

Unsere Behandlungsschwerpunkte

Zur Diagnose von hämatologischen Erkrankungen und bösartigen Tumorerkrankungen kooperieren wir interdisziplinär mit  Abteilungen des angeschlossenen St. Ansgar Krankenhauses wie der Radiologie und Urologie. Damit erhalten unsere Patienten schnell eine umfassende und zielgerichtete Diagnose. Für spezielle hämatologische Befunde insbesondere bei der Durchflusszytometrie, mit der sich spezielle Zelltypen unterscheiden und deren Zelloberflächenantigene erkennen lassen, oder bei zytogenetischer Diagnostik kooperieren wir eng mit der Universitätsmedizin Göttingen. Bei dieser Diagnostik werden spezielle Gene untersucht, die ein möglicher Ansatz für zielgerichtete Therapien darstellen.

Unsere Leistungen:

  • Diagnostik mit verschiedenen Verfahren
  • Durchflusszytometrie  in Kooperation mit der Uniklinik Göttingen
  • Zytogenetischer Diagnostik in Kooperation mit der Uniklinik Göttingen

In der medikamentösen Tumortherapie führen wir alle gängigen Behandlungen durch: darunter auch Antikörper-Therapie und Behandlung mit zielgerichteten Substanzen. Die Patienten erhalten in unserem Versorgungszentrum eine individuell ausgerichtete Chemotherapie. Vorher klären wir sie ausführlich über mögliche Nebenwirkungen und den Behandlungsablauf auf. In den meisten Fällen erfolgt eine Chemotherapie ambulant. Stationär werden nur Patienten aufgenommen, deren Körperfunktionen kontinuierlich überwacht werden müssen oder deren Immunsystem stark angegriffen ist.

In besten Händen mit unserer ganzheitlichen Versorgung

Unsere ambulanten Patienten versorgen wir im Einzelfall sehr schnell mit Medikamenten. Die unterstützende Therapie mildert Begleitsymptome der Tumorerkrankung oder der -therapie ab. Dazu gehören im Rahmen einer ganzheitlichen Versorgung die Behandlung von Schmerzen, Ernährungs- oder Magen-Darm-Problemen und anderen Symptomen der Tumorerkrankung bzw. der Tumortherapie.

Unsere Leistungen

  • Ambulante Behandlung von hämatologischen und onkologischen Erkrankungen
  • Medikamentöse Tumortherapie
  • Unterstützende Therapie
  • Schmerz- und palliative Therapie
  • Ernährung und Flüssigkeitszufuhr mit Infusionen
  • Beratung zu Vorsorgemaßnahmen
  • Organisation der Nachsorge nach abgeschlossener Behandlung
  • Zweitmeinungssprechstunde

Ablauf einer Behandlung

Bitte reichen Sie vor der ersten Vorstellung alle über Ihre Krankheitsgeschichte verfügbaren Unterlagen, die bei Ihnen oder Ihrem Hausarzt vorliegen, ein.

Dadurch können wir uns optimal auf ein erstes Gespräch mit Ihnen vorbereiten und sind über Ihre Krankheitsvorgeschichte bereits informiert. Dies ermöglicht uns, bereits im Erstgespräch auf konkrete Krankheitssituationen einzugehen und erste diagnostische Schritte einzuleiten oder therapeutische Konzepte mit Ihnen zu besprechen.

Bei einer Chemotherapie werden sogenannte Zytostatika, meistens über eine langsame, oft mehrstündige Infusion, verabreicht. Die Wirkstoffe verbreiten sich im gesamten Körper (systemische Therapie), wirken aber insbesondere auf die Krebszellen in der Teilungsphase.

Eine Chemotherapie besteht in der Regel aus mehreren Zyklen, d.h. der Patient erhält in bestimmten Abständen seine Therapie die meist aus mehreren Infusionen besteht. Zwischen den Zyklen liegt jeweils eine Pause. Die Länge der Pausen wird individuell festgelegt. Zweck der wiederholten Anwendung ist es, auch Krebszellen zu schädigen, die bei einer früheren Anwendung in der Ruhephase waren und sich nicht teilten. Auch die gesunden, sich schnell teilenden Körperzellen wie beispielsweise Zellen der Schleimhäute und Haarzellen, werden durch die Chemotherapie angegriffen – allerdings weniger als Tumorzellen.

Das Therapieschema und die Zyklen werden vom Onkologen individuell auf den Patienten zugeschnitten. Selbstverständlich werden sie vom Onkologen über den Behandlungsablauf und die möglichen Nebenwirkungen ausführlich aufgeklärt. Treten Komplikationen auf (z. B. nicht ausreichend hohe Leukozytenwerte), kann ein Therapiewechsel oder eine Verschiebung der Zyklen notwendig werden.

In den allermeisten Fällen erfolgt eine Chemotherapie ambulant im MVZ. Stationär im Krankenhaus werden lediglich Patienten aufgenommen, deren Körperfunktionen kontinuierlich überwacht werden müssen oder deren Immunsystem stark angegriffen ist.

Vor der Chemotherapie lassen Sie sich bitte Blut für eine Blutbildbestimmung abnehmen: im MVZ können Sie dies einen Tag vorher machen lassen, beim Hausarzt 2 Tage vorher. 

  • Wir rufen Sie einen Tag vor Ihrer Therapie zu Hause an, um den Termin zu bestätigen und nach Ihrem Befinden zu fragen - erst danach wird die Therapie bei der Apotheke bestellt.
  • Wir empfehlen Hin- und Rückfahrt zum MVZ im Vorfeld zu organisieren, da wir davon abraten, dass Sie als Patient am Therapietag selber fahren. Wir stellen Ihnen gerne einen Transportschein (dieser gilt für Blutabnahme und Therapie) aus, muss aber vorab von Ihrer Krankenkasse genehmigt sein! (Für sonstige Arzttermine oder Untersuchungen gibt es keinen Transportschein) 
  • Wenn es Ihnen gut tut, dann bringen Sie sich auch ein "Stück Zuhause" mit, z.B. einen Walkman / MP3-Player mit Ihrer Lieblingsmusik, ein Kissen, ein Maskottchen, ein schönes Buch, eine Freundin, Ihren Partner etc.
  • Bitte nehmen Sie vor der Therapie auch immer Ihr normales Frühstück und Ihre Hausmedikation ein!

Kaffee, Tee und Wasser bieten wir in der Praxis an, wenn Sie andere Getränke bevorzugen, bringen Sie sich diese bitte mit. Essen können Sie in unserer Cafeteria oder bringen sich selbst eine Kleinigkeit mit.

  • Bitte finden Sie sich zum vereinbarten Termin im MVZ ein (1.OG)
  • Bitte sagen Sie Bescheid, wenn Sie ohne Termin noch mit dem Arzt sprechen möchten oder sich nicht wohlfühlen (z. B. Erkältung, Verdauungsprobleme etc.).
  • Nach Kontrolle der aktuellen Laborergebnisse, wird die individuelle Zytostatikamedikation für sie vorbereitet.
  • Vorbereitend auf die Infusion der Zytostatika erfolgt entweder die Anlage einer Verweilkanüle in eine der Armvenen oder es wird das vorab implantierte Portsystem mit einer Portnadel „angestochen“.
  • Vor der eigentlichen Chemotherapie wird eine kurze Infusion gegen mögliche Nebenwirkungen, z.B. gegen Übelkeit (sogenannte Antiemetika) verabreicht und Medikamente für zu Hause mit Einnahmeplan ausgegeben.
  • Die Einstichstelle darf während der Infusion nicht schmerzen, brennen, sich nicht verdicken oder rot werden. Falls Sie sich unsicher sind, etwas Ungewöhnliches spüren oder sich sonst nicht wohl fühlen, melden Sie sich bei den zuständigen Mitarbeitern oder klingeln Sie!
  • Die Infusionen haben alle eine durch die Ärzte bestimmte Laufzeit. Diese Laufzeit sollte möglichst eingehalten werden, denn sie kann die Wirkung der Medikamente und das Auftreten möglicher Nebenwirkungen beeinflussen. Die Mitarbeiter stellen die Infusion so ein, dass die Laufzeit eingehalten wird; falls Sie das Gefühl haben, die Infusion laufe zu schnell oder zu langsam, informieren Sie uns bitte oder klingeln Sie!
  • Nachdem alle Medikamente verabreicht wurden, die Infusionsflaschen leer gelaufen sind, wird die Venenverweilkanüle entfernt oder der Portkatheter gespült, die Portnadel entfernt und ggf. die Einstichstelle mit einem Pflaster versorgt.
  • Sie können mit neuen Terminen nach Hause gehen.
    Bitte sagen Sie uns rechtzeitig Bescheid, wenn Sie noch Medikamente (z.B. gegen Übelkeit) für zuhause benötigen.

Die Zeit zwischen den Therapiezyklen dient der Regeneration. Sie werden in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Hausarzt stehen, der die weitere Erholung beobachtend begleitet. Folgendes sollten Sie beachten:

  • Sie müssen jede Woche zur Blutbild-Kontrolle – diese können Sie im MVZ oder beim Hausarzt durchführen lassen
  • Falls Sie sich im Urlaub befinden sollten Sie Ihr Blutbild am Urlaubsort kontrollieren lassen.
  • Die Blutbildkontrollen sind sehr wichtig um rechtzeitig eine Leukozytopenie (verminderte Anzahl von weißen Blutkörperchen) zu erkennen.
  • Ob Sie Kino, Theater oder andere öffentlichen Plätze besuchen dürfen, muss immer in Abhängigkeit Ihrer aktuellen Leukozytenzahl entschieden werden.
  • Sie werden von unseren Mitarbeitern telefonisch informiert, falls Ihre Werte zu niedrig sind.
  • Insgesamt empfiehlt es sich größere Menschenmengen wegen der erhöhten Infektionsgefahr zu meiden.
  • Bei Fieber, anderen Infektzeichen oder Hinweisen auf eine Blutungsneigung (zum Beispiel Nasenbluten oder Zahnfleischbluten, Blutergüsse) sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren.
  • Weitere Warnsymptome sind zunehmende Luftnot, Schwindel und Durchfälle.

Sollten Sie Ihren Hausarzt nicht erreichen, kontaktieren Sie bitte die onkologische Ambulanz!

  • innerhalb der Sprechzeiten: +49 (5271) 966 687 55 
  • außerhalb der Sprechzeiten: +49 (5271) 660
    (diensthabender Arzt der Medizinischen Kliniken des St. Ansgar-Krankenhauses)
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