Neue Schluckambulanz ermöglicht Diagnostik ohne Klinikaufenthalt

Therapiezentrum bietet neues Versorgungsangebot am St. Ansgar Krankenhaus der KHWE in Höxter an

Gemeinsam für eine verbesserte Versorgung von Patienten mit Schluckstörungen: (von links) Jessica Mewes (Leitung Therapiezentrum Weser-Egge), Susanne Schwandt, Prof. Dr. Mark Obermann (Chefarzt der Klinik für Neurologie), Evelyn Tischer,Dirk Schwuchow (Teamleitung Therapiezentrum am St. Ansgar Krankenhaus) und Dr. Sophia Lades (ltd. Oberärztin der Klinik für Neurologie) präsentieren die neue Schluckambulanz am St. Ansgar Krankenhaus der KHWE in Höxter

11.06.2026

Höxter. Patienten mit Schluckbeschwerden profitieren von sofort an von einem erweiterten Versorgungsangebot am St. Ansgar Krankenhaus der KHWE in Höxter. Das Therapiezentrum Weser-Egge betreibt gemeinsam mit der Klinik für Neurologie eine neue Schluckambulanz, die eine spezialisierte Diagnostik erstmals auch ambulant ermöglicht. Das Angebot ergänzt gezielt die bestehende ambulante Versorgung. 

Die Schluckuntersuchung ist ein zentraler Bestandteil der logopädischen Diagnostik. Bislang erfolgte diese häufig während eines stationären Krankenhausaufenthalts. Mit dem neuen Angebot auf Grundlage einer Heilmittelverordnung für Logopädie wird dieses sinnvoll ergänzt. Patienten können die Untersuchung am St. Ansgar Krankenhaus ambulant wahrnehmen. Die Terminvergabe und organisatorische Koordination erfolgt über das Therapiezentrum.

„Das hat den Vorteil, dass Patienten nicht stationär aufgenommen werden müssen. Das verkürzt die Wartezeiten und ermöglicht eine deutlich flexiblere Versorgung“, erklärt Jessica Mewes, Leitung des Therapiezentrums Weser-Egge.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der fiberendoskopischen Evaluation des Schluckens (FEES). Diese bildgebende Untersuchungsmethode liefert wichtige Erkenntnisse zur Art und zum Schweregrad von Dysphagien. Sie ermöglicht unter anderem den Nachweis auch sogenannter stiller Aspirationen, bei denen Speisen oder Flüssigkeiten unbemerkt in die Atemwege gelangen können, und unterstützt die gezielte Planung sowie Verlaufskontrollen der logopädischen Therapien. 

Nach der Diagnostik in der Logopädie werden die Ergebnisse eng mit den behandelnden Ärzten abgestimmt, sodass eine individuell angepasste Therapie zeitnah eingeleitet werden kann. 

Mit dem neuen Angebot ist das Therapiezentrum Weser-Egge am St. Ansgar Krankenhaus aktuell der einzige ambulante Anbieter dieser Art in der Region Ostwestfalen-Lippe sowie im südlichen Niedersachsen. Zudem vereint der Standort als einziges Therapiezentrum in der Region vier Heilmittelbereiche unter einem Dach: Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie. 

„Wir leben interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Therapeuten tagtäglich, während andere noch darüber diskutieren“, so Jessica Mewes weiter. Die enge Verzahnung der Fachbereiche ermögliche eine besonders effiziente und patientenorientierte Versorgung. 

Die neue Schluckambulanz verbindet die neurologische Fachkompetenz der Klinik mit der spezialisierten logopädischen Diagnostik des Therapiezentrums Weser-Egge sowie modernen Untersuchungsverfahren. 

Einladung zum fachlichen Austausch
Das Therapiezentrum Weser-Egge bietet Therapeuten oder anderen Fachpersonen an, die Schluckambulanz und ihre diagnostischen Möglichkeiten kennenzulernen. Bei einem persönlichen Termin können sie Einblicke in die Abläufe, die FEES-Diagnostik sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit erhalten. Ziel ist ausdrücklich der fachliche Austausch und die kollegiale Ergänzung der bestehenden Versorgung. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel. 05271 664700 oder per E-Mail an therapiezentrum-weseregge-kha@khwe.de.

 

 

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