Herz im Fokus: Vorhofflimmern erkennen und behandeln

Arzt-Patienten-Seminare der KHWE und der Deutschen Herzstiftung beginnen im Oktober

Klären gemeinsam über Vorhofflimmern auf (von links): Kardiologe mit Facharztpraxis Dr. Martin Buerschaper, Chefarzt der Kardiologie Dr. Béla Bózsik und Leitender Arzt für Elektrophysiologie Dr. Eckhard Sorges, beide am St. Ansgar Krankenhaus Höxter.

30.09.2026

Kreis Höxter. Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern, der am häufigsten auftretenden Herzrhythmusstörung. Die Dunkelziffer ist beinahe doppelt so hoch. Wie Betroffene mögliche Risikofaktoren erkennen können und welche Therapiemöglichkeiten es gibt − darüber klären Dr. Eckhard Sorges, Dr. Béla Bózsik und Dr. Martin Buerschaper in verschiedenen Vorträgen auf und unterstützen damit bereits zum 28. Mal die bundesweiten Herzwochen der Deutschen Herzstiftung. Der erste Vortrag in Beverungen beginnt am Donnerstag, 22. Oktober, um 18 Uhr in der Stadthalle.

„Wenn das Herz stolpert oder sogar rast und Schwindel, ein Kreislaufkollaps oder sogar Luftnot und Druck hinter dem Brustbein hinzukommen, dann ist dies für viele Menschen sehr beängstigend und manchmal sogar lebensbedrohlich“, weiß Dr. Eckhard Sorges, Leitender Arzt für Elektrophysiolgie am St. Ansgar Krankenhaus der KHWE. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 360.000 Patienten zur Behandlung von Vorhofflimmern und deren Folgen am Herzen stationär aufgenommen. Unerkannt führt die Erkrankung bei jedem Vierten zu einem Schlaganfall. Besonders betroffen sind meist über 60-Jährige.

„Etwa 50 bis 70 Prozent der Patienten sind ohne Beschwerden und fallen erst bei Komplikationen auf“, betont Dr. Martin Buerschaper, niedergelassener Kardiologe am Facharztzentrum. „Deshalb ist es so extrem wichtig, Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.“ Von Medikamenten bis zu minimalinvasiven OP-Techniken ist heute vieles möglich. Der Chefarzt für Kardiologie und Intensivmedizin am St. Ansgar Krankenhaus, Dr. Béla Bózsik, ergänzt: „Dank modernster Verfahren in der Elektrophysiologie konnten wir in den vergangenen Jahren schon viele Patienten durch eine Verödungstherapie effektiv behandeln.“
 
Wie in den vergangenen Jahren auch werden die Veranstaltungen durch die AOK NordWest unterstützt. „Auch im Kreis Höxter sind sehr viele Menschen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. Die Arzt-Patienten-Seminare leisten einen wichtigen Beitrag, um fundiertes Wissen den Menschen verständlich zu vermitteln“, sagt Thomas Pottmeier von der AOK NordWest. 

Termine und Orte der Arzt-Patienten-Seminare:

Donnerstag, 22. Oktober 2026, Beverungen, 18 Uhr
Stadthalle Beverungen

Mittwoch, 4. November 2026, Borgentreich, 18 Uhr 
Katholisches Pfarrheim
– zusammen mit der BSG Borgentreich

Donnerstag, 5. November 2026, Höxter, 18 Uhr
Konferenzraum neben der Cafeteria, St. Ansgar Krankenhaus

Freitag, 6. November 2026, Steinheim, 18 Uhr
Evangelisches Gemeindezentrum 
– zusammen mit der Selbsthilfegruppe für Herz-Kreislauf-Erkrankte OWL

 

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