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KHWEKATHOLISCHE HOSPITALVEREINIGUNG WESER – EGGE

Klinikum Weser-EggeAkad. Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen

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Kliniken

 
 
 

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wurde Anfang 2016 eröffnet und ist mit 34 Behandlungsplätzen im Krankenhausbedarfsplan von NRW verankert. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe hat die Weiterbildungsermächtigung für das Fach Psychosomatische Medizin und Psychotherapie erteilt. Für die stationäre und tagesklinische Behandlung der Patienten bietet das Team um Chefarzt Dr. Beetz ein integratives Konzept auf psychodynamischer Grundlage, das je nach individueller Verfassung des Patienten ein vielfältiges Set an Therapiemethoden beinhaltet.

Patienteninformation

PsychosomatikPsycho-somatik

Die Psychosomatik beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Seele (Psyche) und dem Körper (Soma). Ein drittes wichtiges Element ist der soziale Bereich. Der Volksmund kennt dafür viele Beispiele: So kann einem etwa eine enttäuschende Nachricht eines Mitmenschen "auf den Magen schlagen" oder "die Sprache verschlagen".
Die psychosomatische Medizin ist ein eigenes medizinisches Fachgebiet. Sie untersucht und behandelt Erkrankungen, für deren Entstehung und Aufrechterhaltung diese bio-psycho-sozialen Wechselwirkungen wesentlich sind.


Warum eine Behandlung sinnvoll istWarum eine Behandlung

Seelische Konflikte oder in der Persönlichkeitsstruktur liegende ungünstige Bewältigungsstrategien können sich in sogenannten somatoformen Störungen (z.B. chronische, organisch nicht zu erklärende Schmerzen) zeigen. Diese Beschwerden sind nicht "eingebildet" und beruhen auf heute weitgehend bekannten physiologischen Mechanismen. Bei anderen Erkrankungen wie Bluthochdruck, vielen rheumatologischen Erkrankungen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, bestimmten Hauterkrankungen oder Asthma bronchiale ist seit vielen Jahren bekannt, dass die Krankheitsaktivität stark von der psychischen Verfassung des Betroffenen abhängig ist. Auch kann es infolge einer körperlichen Erkrankung, z. B. nach einer Krebserkrankung oder einem Herzinfarkt zu behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen, z. B. einer Depression oder Angststörung, kommen. Heute weiß man, dass unsere althergebrachte Vorstellung einer Trennung von Körper und Seele so nicht existiert und psychische Belastungen (z.B. Stress) organisch fassbare Folgen haben und körperliche Belastungen sich auf unser Fühlen, Denken und Verhalten auswirken.
Bei neu aufgetretenen, aber auch bei langjährigen und aktuell verstärkten Beschwerden finden sich oft Auslöser wie soziale Belastungen, Konflikte in der Familie oder im Beruf oder auch anstehende Schwellensituationen. Diese Belastungen müssen dem Betroffenen nicht bewusst sein und werden oft erst im Verlauf der Behandlung verständlich. In anderen Fällen spielt eine Lebenskrise oder auch ein traumatisches Ereignis eine wesentliche Rolle.


Prozess des Erkennens

 Viele Patienten erleben mit ihren Beschwerden typische Situationen: Sie fühlen sich nicht wahrgenommen, in ihren körperlichen Beschwerden nicht ernst genommen ("Sie haben nichts"). Heilung kommt nicht aus dem "Machen" ("da muss man doch etwas machen") sondern aus dem Verständnis sich selbst gegenüber: Aus der Akzeptanz der eigenen Gefühle, dem Wahrnehmen von Bewältigungsstrategien und Haltungen aber auch dem Bemerken von ersten Veränderungen der körperlichen Beschwerden im Verlauf der Behandlung. Diese Prozesse der Veränderung von Bewältigungsstrategien und Haltungen mit dem Ziel der Beschwerdebesserung brauchen ihre Zeit.


Kontakt

Vor einer Behandlung in unserer Klinik erfolgt ein ausführliches diagnostisches prästationäres Gespräch. Zur Terminvereinbarung im Sekretariat ist eine Einweisung durch den Hausarzt erforderlich. Bei diesem Vorgespräch können auch Fragen des Patienten geklärt werden. Außerdem ist die Berücksichtigung der medizinischen Vorbefunde wichtig. Wenn keine Indikation für eine Behandlung in der Klinik gesehen wird, werden alternative Schritte empfohlen.

Kontakt Sekretariat

Cornelia Hedwig
Telefon: 05272 607 4101
Telefax: 05272 607 4109
E-Mail: psychosomatik.khv@khwe.de

Montag: 8 - 12 Uhr
Dienstag: 12 - 15 Uhr
Mittwoch: 8 - 12 Uhr
Donnerstag: 8 - 12 Uhr

Behandlungsspektrum

 Sogenannte Somatoforme- oder Dissoziative Erkrankungen wie:

  • Somatoforme Schmerzstörung (chronische, rein körperlich nicht erklärbare Schmerzen u.a. die Fibromyalgie) 
  • Verschiedene Formen des chronischen Kopfschmerzes
  •  funktionelle Herzbeschwerden
  • Atemstörungen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Beschwerden des Urogenitalbereiches
  •  Psychogene Lähmungen, Empfindungsstörungen oder Anfälle
  • Schwindel, Ohnmachtsgefühl
  • Tinnitus
  • Sexualstörungen


Organkrankheiten mit psychosomatischer Komponente wie:

  • Herz-Kreislaufstörungen, Hypertonus
  • rheumatische Erkrankungen
  • Colitis ulcerosa, Crohn Krankheit
  • Neurodermitis, Psoriasis
  • Asthma bronchiale


Essstörungen:

  • Anorexia nervosa (Magersucht)
  • Bulimia nervosa (Bulimie)
     

Psychosomatische Erkrankungen mit ausgeprägter

  • Angstsymptomatik
  • Depressiver Symptomatik
  • Zwangssymptomatik

Behandlungskonzept

Klinik für Psychosomatik als Teil des Klinikums Weser-Egge

Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie arbeitet mit den anderen Fachabteilungen des Klinikums zusammen. Sie unterhält einen Psychosomatischen Konsiliardienst; Ärzte anderer Fachabteilungen können ihre Patienten vorstellen und erhalten eine Behandlungsempfehlung. Umgekehrt besteht die Möglichkeit in anderen Fachabteilungen Patienten unserer Klinik vorzustellen oder Untersuchungen durchführen zu lassen, wenn dies aus ärztlicher Sicht notwendig ist.


Integriertes Behandlungskonzept auf psychdynamischer Grundlage

Für die stationäre und tagesklinische Behandlung wurde ein integratives Konzept entwickelt. Wir arbeiten nach einem psychodynamischen Verständnis unter Einbeziehung gruppendynamischer, systemischer und verhaltenstherapeutischer Gesichtspunkte. Im Zentrum steht die Bearbeitung des individuellen Krankheitserlebens, der Krankheitsverarbeitung und die Verknüpfung von Person und Krankheitsbild.


Therapieangebote

Die Behandlung in Gruppen als einem gemeinsamen Erlebnisraum ist zentral. Die Wirksamkeit von Gruppentherapien ist wissenschaftlich vielfach bestätigt. Im geschützten Raum der Gruppe können neue (Selbst-) Erfahrungen in der Interaktion mit den Mitpatienten gesammelt werden.

Der ärztliche oder psychologische Bezugstherapeut ist ein wichtiger Lotse im Behandlungsprozess, die Behandlung in Einzelgesprächen erfolgt i. d. R. zweimal die Woche.

Neben der Psychotherapie im Einzel und in der Gruppe finden psychosomatisch erkrankte Patienten in unseren kreativ- und körpertherapeutischen Verfahren wichtige Zugangswege zum Gefühlsausdruck und zum Körpererleben. Konzentrative Bewegungstherapie, Kunst- und Musiktherapie sowie hypnotherapeutische Entspannung sind daher wichtige Elemente im Behandlungsplan. Die dort gewonnenen Erfahrungen können wiederum in den Gesprächsgruppen verbalisiert und eingeordnet werden, um durch Selbsterkenntnis und -reflexion schließlich günstigere Bewältigungsstrategien zu ermöglichen.

Weitere integrale Bestandteile sind medizinischen Maßnahmen, zu denen eine zielgerichtete Medikation oder auch notwendige medizinische Diagnostik gehören können. Physiotherapeuten sind von Beginn an eng in die Behandlung mit eingebunden. Die psychosomatische Pflege wie auch soziale Arbeit beziehen die äußere und soziale Realität des Patienten mit ein und fördern Entwicklungsschritte. Sie geben dem Patienten als Ansprechpartner Sicherheit und unterstützten ihn dabei, sich auf die Therapien einzulassen.


Schwerpunkte


Ein Behandlungsschwerpunkt der Klinik liegt im Bereich der sogenannten Somatoformen Störungen, die oft auch mit Depression oder Angsterkrankungen einhergehen. Diese sehr häufigen Erkrankungen zeigen sich in Beschwerden im Bereich des Herzens z.B. in Form von Herzrhythmusstörungen, der Atmung z.B. als Atemnot, des Verdauungssystems z.B. als Durchfall, des Urogenitalsystems z.B. als Beschwerden im Bereich der Harnblase oder als chronische Schmerzen. Typisch für diese Erkrankungen ist das Erleben des Patienten eine Erkrankung des jeweiligen Organsystems zu haben, während die behandelnden Ärzte in oft zahlreich durchgeführten Untersuchungen keine Störung auf Organebene nachweisen können. Dies führt nicht selten zu jahrelangen erfolglosen Untersuchungen und Behandlungen. Ohne eine gezielte psychosomatische Behandlung kommt es in vielen Fällen zu langfristigen, schweren Beeinträchtigungen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Therapie von sogenannten dissoziativen Körperstörungen. Beispiele dafür sind: psychogene Lähmung oder Gangstörung, psychogene Missempfindungen oder Taubheitsgefühle, Verschwommen-Sehen usw. Die Beschwerden lassen häufig zunächst an neurologische Erkrankungen denken. Bestehen diese Erkrankungen länger, denen ursächlich häufig ein unbewusster seelischer Konflikt oder eine psychische Traumatisierung zugrunde liegen, ist eine intensive Psychosomatische Behandlung angezeigt.
Darüber hinaus bieten wir eine störungsorientierte Behandlung von Patienten mit chronischem Tinnitus, Hyperakusis (alltägliche Lautstärke wird als Belastung erlebt) und Phonophobie (alltägliche Geräusche lösen Angst aus) an. Auf der Grundlage von Hör- und Musiktherapie begleiten wir Patienten durch Hörberatung, wir unterstützen die Veränderung ihrer Hörwahrnehmung und Verarbeitung des Störungspotenzials im Hören durch vielseitige praktische Übungen. Eine HNO-ärztliche Abklärung hat in der Regel vor dem Klinikaufenthalt stattgefunden.

Information für Ärzte/ Zuweiser

Eine stationäre multimodale psychosomatische Krankenhausbehandlung ist u.a. dann indiziert, wenn wegen der Schwere der Erkrankung und der Auswirkungen auf die Alltagsfunktionen eine ambulante Behandlung nicht ausreichend oder möglich ist, wenn der Patient wegen Einschränkungen seiner Fähigkeit zur Einsichtsbildung und Verhaltensänderung auf die hohe Therapiedosis im stationären Rahmen angewiesen ist oder eine Entfernung aus dem häuslichen, krankheitserhaltenden Umfeld erforderlich ist.

1. Terminvereinbarung für ein prästationäres Gespräch: Sie selbst oder Ihr Patient können über das Sekretariat zeitnah einen Termin vereinbaren, der regelhaft einer Behandlung in der Klinik vorausgehen sollte.

2. Der Patient benötigt von Ihnen eine Einweisung für psychosomatische Krankenhausbehandlung, d. h. dass Sie eine Krankenhausbehandlung grundsätzlich für indiziert halten.

3. Weiterhin bitte wir um die Zusendung medizinischer Vorbefunde, gerne auch per Fax: 0 5272 - 607 4109

4. Sie erhalten nach dem prästationären Termin von uns einen Bericht mit weiterer Empfehlung.

Wenn wir die Indikation bestätigen, erhält der Patient, sobald ein Behandlungsplatz zur Verfügung steht, von uns einen Termin für die Aufnahme. In dem Falle, dass wir keine Indikation sehen oder der Patient zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Behandlung wünscht, erfolgt eine alternative Empfehlung.


Patienten mit Erkrankungen aus dem psychotischen Formenkreis, mit im Vordergrund stehender Suchterkrankung, mit hirnorganischen Störungen u.a. Demenz, Suizidalität oder schweren Selbstverletzungen können nicht behandelt werden.

 

Chefarzt

Dr. Eberhard Beetz

Dr. med. Eberhard Beetz

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Facharzt für Innere Medizin


 
 

Sekretariat

Cornelia Hedwig

Telefon: 05272 607 4101
Telefax:  05272 607 4109

Montag: 8 - 12 Uhr
Dienstag: 12 - 15 Uhr
Mittwoch: 8 - 12 Uhr
Donnerstag: 8 - 12 Uhr

E-Mail: psychosomatik.khv@khwe.de

St. Vincenz Hospital
Danziger Str. 17
33034 Brakel

 
 

Oberarzt

Dr. Gerd Kötschau

Dr. med. Gerd Kötschau

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin

Psychotherapie und Rehawesen

 
 

Leitende Psychologin

Corinna Stamm

Corinna Stamm

Psychologische Psychotherapeutin

Schwerpunkt: Verhaltenstherapie