Kontakt Xing link

KHWEKATHOLISCHE HOSPITALVEREINIGUNG WESER – EGGE

Klinikum Weser-EggeAkad. Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen

A A A
 

Kliniken

 
 
 

Strahlentherapie im MVZ Höxter

Patienteninformation

Ungefähr 75% der Patienten mit bösartigen Erkrankungen benötigen für ihre Heilung oder die Linderung der Beschwerden eine Strahlentherapie. Somit ist die moderne Strahlentherapie neben Operationen und der medikamentösen Therapie eine unverzichtbare Säule in der onkologischen Therapie.

Neben der Krebsbehandlung können aber auch sog. gutartige Erkrankungen, z.B. schmerzhafte Gelenke, Schultersteife oder Fersensporn, erfolgreich behandelt werden.

Die Strahlentherapie am St. Ansgar Krankenhaus in Höxter verfügt im MVZ Weser-Egge (Facharztzentrum) über alle Optionen der ambulanten Therapie. Fünf Betten, die gemeinsam mit der Onkologie betreut werden, bieten die Möglichkeit der stationären Behandlung. Sowohl die stationäre und auch die ambulante Abteilung werden von Herrn Dr. Stephan Christoph geleitet.

Durch den Einsatz modernster Bestrahlungsgeräte können auch in der Tiefe gelegene Tumore sehr gezielt, effektiv und gleichzeitig schonend bestrahlt werden.

Ein hochqualifiziertes Team bietet Ihnen eine optimale Versorgung sowohl unter stationären als auch ambulanten Bedingungen.

Engste Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachabteilungen, insbesondere der Hämato- Onkologie, Gynäkologie und Urologie, sorgt für eine Bündelung der Fachkompetenz. Die Ärzte der Strahlentherapie sind eng in regelmäßigen Tumorkonferenzen eingebunden. Nur so ist die für die Patienten wirksamste Therapie garantiert.

Schwerpunkte

Schon bald nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen, zeigte sich, dass neben der Bilderstellung auch Behandlungen möglich waren. Mittels ionisierender Strahlen, egal ob durch eine Röntgenanlage oder radioaktiven Zerfall erzeugt, können viele Krankheiten geheilt oder Beschwerden dieser Krankheiten erheblich gelindert werden. Üblicherweise werden heutzutage in der Strahlentherapie Geräte vom Typ des Linearbeschleunigers eingesetzt. So kann der Strahlenschutz für die Umgebung, für das Personal und den Patienten am sichersten gewährleistet werden. Der hier installierte Linearbeschleuniger ist in der Lage, in IMRT- Technik -dabei ändert sich die Dosisverteilung indem während der Behandlung Blenden computergesteuert im Strahlerngang präzise bewegt werden- zu bestrahlen . Dadurch ist eine optimale Schonung des umliegenden Gewebes bei optimaler Dosisverteilung des Tumors möglich. Zur Überprüfung der Genauigkeit kann das Gerät eigene CT- Bilder erzeugen.

Eine weitere Behandlungsmethode ist das Einbringen von kurzzeitig wirksamen radioaktiven Substanzen, die Brachytherapie. Sie wird bei uns zusammen mit der Klinik für Urologie bei Prostatakrebs angewendet.

Auf den folgenden Seiten, möchten wir Ihnen einen Einblick über die Möglichkeiten der modernen Strahlentherapie geben. In unserem Verständnis von Behandlung steht der Patient immer im Mittelpunkt des ärztlichen Handelns. Jede technische Ausrüstung kann nur Hilfsmittel für die Behandlung sein.

Gutartige Erkrankungen
Unter gutartigen Erkrankungen werden alle Krankheiten, die nicht tumorbedingt sind und mit Strahlen behandelt werden können zusammen gefasst. Das sind schmerzhafte Gelenkerkrankungen, etwa Arthrose der Hüften, der Knie oder der Schulter. Außerdem können schmerzhafte Überlastungen des Bewegungsapparates wie etwa Tennis-Ellbogen oder Golf-Ellbogen effektiv behandelt werden. Weitere Krankheiten sind die Endokrine Orbitopathie, Schrumpfungen der Hand- und Fußsehnenplatte oder gutartige Vergrößerungen der männlichen Brust. Bei einer Strahlenbehandlung der genannten Krankheiten muss nur ein geringer Teil der in der Tumortherapie erforderlichen Dosis verabreicht werden.

Tumorerkrankungen des HNO & Mund-Kiefer-Gesichtsbereichs
Im Rahmen eines Gesamtbehandlungskonzeptes ist die Strahlentherapie ein unverzichtbarer Bestandteil von bösartigen Krankheiten im Kopf- und Halsbereich. Die Bestrahlung kann entweder vor einer geplanten Operation, bei einem bestimmten Ausmaß nach einer Operation oder als Operationsersatz durchgeführt werden. Häufig wird die Strahlentherapie mit einer Chemo- oder Antikörpertherapie kombiniert um die Bestrahlungswirkung am bösartigen Gewebe zu verstärken.

Lungentumore
Bei der Behandlung von Lungenkarzinomen spielt die Strahlentherapie im Rahmen eines Gesamtbehandlungskonzeptes eine sehr große Rolle. Je nach Ausmaß der Krankheit wird vor einer Operation, nach einer Operation oder durch eine alleinige Bestrahlung behandelt. Häufig findet eine Kombination aus Chemo- oder Antikörpertherapie mit der Bestrahlungsbehandlung statt. Teilweise wird dabei vor der Bestrahlung, nach der Bestrahlung oder während der Bestrahlung das Medikament verabreicht.

Brustkrebs
Leider ist Brustkrebs in Europa die häufigste bösartigste Krankheit der Frau. Durch die medizinische Forschung der letzten Jahrzehnte konnte die Rate an Heilungen dieser Krankheit stetig verbessert werden. Ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Brustkrebsbehandlung ist eine fachübergreifende Therapie im Brustzentrum. Dabei sind Gynäkologen, Pathologen, Onkologen, Strahlentherapie und andere örtliche Berufsgruppen an der Entscheidung zur geplanten Therapie beteiligt. Die Strahlentherapie wird in den häufigsten Fällen nach brusterhaltenden Operationen des Tumors angewendet. In selteneren Fällen ist vor der Operation eine Strahlentherapie notwendig. Durch die Kombination aus brusterhaltender Behandlung und Strahlentherapie ist das gleiche Ergebnis wie bei Brustamputationen erzielbar. In einigen Fällen muss nach vollständiger Entfernung der Brustdrüse auch eine Strahlentherapie angewendet werden. Der Umfang der Strahlentherapie und der zeitliche Ablauf orientieren sich immer an den aktuellen Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften. Üblicherweise erstreckt sich der Behandlungszeitraum über 6 - 7 Wochen. Der größte Teil der Patienten wird ambulant behandelt, kommt also arbeitstäglich zu festgelegten Terminen in die Bestrahlungsabteilung. Im übrigen ist Brustkrebs keine alleinige Krankheit der Frau sondern tritt im geringen Umfang auch bei Männern auf.Die Behandlung von Brustkrebs des Mannes entspricht der von Frauen.

Gynäkologische Tumore
Oft bei der Behandlung von Unterleibstumoren ist die Strahlentherapie ein wesentlicher Bestanteil des Gesamtbehandlungskonzeptes. Die Strahlendosis wird dabei von außen, aber auch von innen verabreicht. Dabei werden beide Therapieformen für bestimmte Gebärmuttertumoren miteinander kombiniert. Das Ausmaß der Behandlung und eine eventuell notwendige Chemotherapie während der Bestrahlung werden mit den Frauenärzten gemeinsam festgelegt. Heutzutage kann durch die moderne computergestützte Bestrahlungsplanung die Rate an Nebenwirkungen wesentlich verringert werden. Da unsere Abteilung keine Möglichkeit zur Brachytherapie (innere Bestrahlung) hat, werden die erforderlichen Behandlungen mit einer kooperierenden Abteilung durchgeführt.

Tumore der Verdauungsorgane
Die Strahlentherapie ist eine Behandlungsmöglichkeit bei Tumoren der Speiseröhre oder des Magens. Auch hier kann die Strahlentherapie vor Operation oder nach Operation oder als Operationsersatz verabreicht werden. Der genaue Ablauf der Strahlentherapie im Gesamtbehandlungskonzept ist von dem Ausmaß der Erkrankung des Patienten und seinen Nebenerkrankungen abhängig. Wie bei anderen bösartigen Krankheiten wird bei einer Vielzahl von Behandlungen die Bestrahlung mit Chemotherapie kombiniert um die Bestrahlungsempfindlichkeit der Tumorzellen zu steigern.

Rektumkarzinome
Bei bösartigen Erkrankungen des Enddarms (Rektumkarzinom) ist in bestimmten Krankheitsstadien eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie vor oder nach der Operation notwendig. Dadurch kann das Wiederauftreten des Tumors erheblich verzögert werden. Der größte Teil von Patienten wird heute vor Operationen in einer Kombination aus der Chemo- und Strahlentherapie behandelt. Eine Behandlung ist vor der Operation wesentlich besser verträglich als nach einem ausgedehntem chirurgischem Eingriff.

Hirntumore
Aus Nerven umgebenden Zellen des Gehirns können bösartige Tumore entstehen. Die sogenannten hirneigenen Tumoren stellen sich im feingeweblichen Bild sehr unterschiedlich dar. Die Symptome von Hirntumoren hängen von der Lage im Gehirn ab. Als häufigste Beschwerden finden sich Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Lähmungen, Schlafstörungen, Sehstörungen, Hörverlust, Schwindelattacken aber auch psychische Symptome. Durch die Kombination einer Strahlentherapie mit zytostatischen Medikamenten, die in einer Vielzahl als Tabletten gegeben werden, hat sich die Prognose dieser schweren Krankheiten verbessert.

Metastasen
Unter Metastasen versteht man Tochtergeschwülste des ursprünglichen Tumors, die sich in einem entfernten Organ absiedeln. Häufige Absiedlungsorte von Metastasen sind Knochen, Leber, Nebennieren oder das Gehirn. Durch Druck auf benachbarte Organe oder Einwachsen in das umliegende Gewebe entstehen Beschwerden. Bei Knochenmetastasen steht dabei die Schmerzsymptomatik im Vordergrund. Mit der Bestrahlungsbehandlung können diese Beschwerden gelindert und die Lebensqualität des schwerkranken Patienten gebessert werden.

Prostatakrebs
Bei kleinen Tumoren kann die Strahlentherapie alternativ zu einer Operation erfolgen. Sollte sich der Tumor bereits über die Prostata hinaus ausgeweitet haben, wird die Strahlentherapie in Kombination mit einer Hormontherapie verabreicht. Der Strahlentherapie gelingt die Vernichtung der bösartigen Zellen. Die Ausdehnung des Bestrahlungsvolumens über die Prostata hinaus, unter Umständen werden Lymphknoten des Beckenraumes mit behandelt, hängt von der Ausbreitung der Erkrankung ab. In einigen Fällen muss trotz Operation die Strahlentherapie als zusätzliche Maßnahme durchgeführt werden. Dadurch wird das Risiko der Wiedererkrankung verringert. Die Entscheidung der richtigen Therapie und damit des gesamten Therapiekonzeptes wird im Rahmen des Prostatazentrums getroffen. Mit der intensitätsmodulierten Strahlentherapie, kurz IMRT, ist es möglich, die Nachbarorgane weitgehend zu schonen. Vorübergehende Beschwerden als Folge sind meist unvermeidbar. Dies betrifft insbesondere Entzündungserscheinungen der Blase und des Darms. Mit entsprechenden Medikamenten können diese Beschwerden gut behandelt werden.

Brachytherapie
In frühen Krankheitsstadien kann diese Behandlung eine Alternative sein, Dabei werden unter operativen Bedingungen in zusammen mit den Urologen radioaktive beladene Metallstiftchen, sog. SEEDS (engl.= Samenkorn) mittels Ultraschall an berechneten Stellen in der Prostata eingebracht. Die Implantation wird vom Urologen, die Berechnung und die Überprüfung der Lage vom Strahlentherapeuten durchgeführt.

Behandlungsablauf

Der erste Schritt der Behandlung ist ein ausführliches Erstgespräch für das Sie einen sehr kurzfristigen Termin erhalten.

Für diesen ersten Termin benötigen Sie:
Krankenkassenkarte und Überweisungsschein sowie Bericht des vorbehandelnden Arztes.

In dem Erstgespräch werden Sie über Behandlungsmöglichkeiten, das Ziel der Behandlung,  eventuelle Alternativen und über die Nebenwirkungen eingehend informiert.

Schritt 1: Erstellung eines Therapieplans

Nach Untersuchung und Erstgespräch wird in Abstimmung mit den mitbehandelnden Ärzten ein Therapiekonzept entwickelt, das auf Ihre Krankheit ausgerichtet ist.

Schritt 2: Bestrahlungsplanung

In der Strahlentherapie ist die exakte Verabreichung der Dosis erforderlich. Deshalb wird in den allermeisten Fällen für den Patienten als erster Schritt eine Computertomographie zur Bestrahlungsplanung vereinbart.

Mittels der erstellten Schnittbilder kann im späteren Verlauf der Bestrahlungsplanung die Dosisverteilung exakt berechnet werden.

Schritt 3: Bestrahlungsberechnung

Unter zur Hilfenahme der Computertomographie werden das zu bestrahlende Körperareal und die umliegenden Risikoorgane gekennzeichnet.

Auf Basis der Dosisverordnung ermittelt der Medizin-Physik-Experte die günstigste Einstrahlrichtung, die Gewichtung der Bestrahlungsfelder und die übrigen Bestrahlungs-hilfsmittel.

Es entsteht somit eine dreidimensionale Übersicht über die Dosisverteilung im Körper. Erfüllt der Plan die Voraussetzung der ärztlichen Vorgaben, kann die geplante Behandlung beginnen.

Schritt 4: Ersteinstellung am Bestrahlungsgerät

Hier erfolgt zunächst die exakte Lokalisation, wie sie in der Computertomographie festgelegt wurde.
Dann erfolgt am Bestrahlungsgerät eine erneute Kontroll-Computertomographie. Das in der Abteilung installierte Gerät kann Daten der Bestrahlungsplanung mit den eigenen Daten vergleichen und eine Aussage über die richtige Positionierung des Patienten treffen.

Eventuell sind Korrekturen in der Lage (Tischhöhe, Tischlängs- und Querverschiebung) erforderlich.
Liegt der Patient in Position, wird die Bestrahlung durchgeführt. Um die richtige Lage der Bestrahlungsfelder regelmäßig zu kontrollieren, werden Kontrollaufnahmen in wöchentlichem Abstand durchgeführt. Eventuell ergeben sich daraus Korrekturen. Mit all den genannten Maßnahmen ist eine dauerhafte Positionierung des Patienten für die Bestrahlungsserie möglich. 

Schritt 5: Ablauf der Bestrahlungstherapie

Die Bestrahlungen finden zu folgenden Zeiten statt:
Montag - Donnerstag    8 - 15 Uhr
Freitag                        8 - 13 Uhr
und nach Vereinbarung. 

Die jeweilige Bestrahlungszeit ist sehr kurz, in der Regel dauert die gesamte Behandlung einschließlich der Positionierung nur wenige Minuten.

Die erste Bestrahlung erfolgt grundsätzlich unter Kontrolle des fachkundigen Strahlentherapeuten, die weiteren Bestrahlungen werden durch speziell ausgebildete MTRA`s durchgeführt.
Ärztliche Kontrollen der behandelten Patienten finden einmal wöchentlich statt. Bei Beschwerden stehen wir Ihnen generell sofort zur Verfügung.

Schritt 6: Stationäre Strahlentherapie

Wenn der Gesundheitszustand es erfordert, kann die Bestrahlungsbehandlung selbstverständlich auch stationär durchgeführt werden. In diesem Falle sind Sie in der einer Fachabteilung des Ansgar-Krankenhauses untergebracht. Auch bei Kombinationen der Bestrahlung mit Chemotherapie oder Mehrfachbestrahlungen an einem Tag ist die stationäre Behandlung zu überlegen.

Schritt 7: Kontrolluntersuchungen nach der Strahlentherapie:

In den Nachfolgeuntersuchungen der zuweisenden und mitbehandelnden Fachärzte, ist gemäß der Strahlenschutzverordnung die regelmäßige Kontrolluntersuchung gesetzlich vorgeschrieben.
Eine erste Kontrolluntersuchung findet bei Abschluss der Bestrahlung statt, ein nächster Kontrolltermin 6 Wochen nach Ende der Behandlung. Weitere Nachuntersuchungstermine werden in den ersten 2 Jahren in 6-monatigem Abstand vereinbart, danach für weitere 3 Jahre jährlich.

Häufige Fragen

Wie komme ich zu den täglichen Behandlungen?
Bei gesetzlich Versicherten übernehmen die Krankenkassen die Fahrtkosten zu einer ambulanten Serienbehandlung. Wir verordnen die Fahrten zur Behandlung. Reichen Sie in jedem Fall diese Verordnung bei der zuständigen Geschäftstelle Ihrer Krankenkasse ein, bevor Sie ein Taxiunternehmen beauftragen.

Kann ich die Behandlung wegen eines Kurzurlaubs unterbrechen?
Die Behandlung von Tumorerkrankungen kann nur in Ausnahmefällen unterbrochen werden. Sprechen Sie eine unvermeidbare Unterbrechung immer mit dem Arzt ab!

Welche Ernährungsempfehlungen muss ich beachten?
In unserer Abteilung stellt Ihnen eine Diätassistentin für die Ernährungsberatung zur Verfügung. Es gibt keine spezifische "Krebsdiät". Generell gilt aber : Vermeiden Sie eine Ernährung, die zusätzlich belastend auf ihren Körper oder evtl. bestrahlte Schleimhäute wirken könnte, z.B. vermeiden Sie zu heiße, eiskalte oder sehr säurehaltige Getränke sowie stark gewürzte Gerichte. Diese Empfehlungen sind abhängig von der behandelten Krankheit.

Kann ich während der Bestrahlungsbehandlung Sport treiben?
Ein Sportverbot besteht nicht. Wie belastbar Sie für körperliche Anstrengungen sind, hängt von Ihrem Allgemeinzustand und Ihrer Kondition, aber auch von Art und Umfang der Strahlentherapie und ggf. der Begleitbehandlungen ab. Beraten Sie sich mit Ihrem Strahlentherapeuten. Bei der Behandlung schmerzhafter Gelenkerkrankungen ist jedoch die sportliche Betätigung nicht zu empfehlen.

Kann ich zum Friseur gehen?
Ein Trockenhaarschnitt ist fast immer möglich. Bei der Behandlung im Kopf- der Halsbereich verzichten Sie aber bitte auf Färbungen oder alkoholische Einreibungen. Die Haarwäsche bei Kopfbestrahlungen ist im verringerten Maße mit mildem Shampoo erlaubt

Darf ich mich der Sonne aussetzen oder ins Solarium gehen?
Die bestrahlten Felder sollten während der Therapie und 6 Monate danach nicht einer zusätzlichen UV-Belastung ausgesetzt werden. Diese Hautflächen sind entsprechend zu. schützen. Es gilt aber in jedem Fall, dass UV- Licht, egal ob durch Sonnen- oder Solarienbestrahlung , schädigenden Charakter hat.

Darf ich während der Bestrahlung Alkohol konsumieren?
Während der Strahlentherapie sollte auf alkoholische Getränke verzichtet werden. Dem Verzicht kommt bei der Bestrahlung in der Kopf- und Halsregion besondere Bedeutung zu, da die Schleimhäute der Rachenregion zusätzlich geschädigt werden. Ein Gläschen zum Anstoßen bei einer wichtigen Feier ist aber erlaubt. Für den gesamten Alkoholkonsum aller Menschen gilt: Je weniger desto besser!

Darf ich Rauchen ?
Trotz der Schwierigkeiten der Raucherentwöhnung gilt: Verzichten Sie auf den Tabakkonsum, jede Zigarette, die Sie nicht rauchen verlängert, Ihr Leben! Darüber hinaus ist während der Bestrahlung folgendes zu beachten:
Tabakrauch reizt die Schleimhäute der Atemwege. Das Rauchen ist eine zusätzliche Belastung und vervielfacht die Nebenwirkungen der Strahlentherapie. Der Erfolg der Behandlung wird wesentlich beeinträchtigt.

Welche Kleidung ist richtig?
Lockere Kleidungsstücke mit einem hohen Baumwollgehalt sind richtig. Vermeiden Sie Kunstfaserbündchen und Spitzenapplikationen. Schmuck im Bestrahlungsgebiet ist untersagt, da die Metalllegierungen des Schmucks Hautreaktionen verstärken können.

Kann ich Auto fahren?
Die individuelle Empfindlichkeit gegenüber der Strahlentherapie ist sehr unterschiedlich. Deshalb kann das Allgemeinbefinden und die Fahrtüchtigkeit beeinflusst sein. Die Fahrtüchtigkeit muss in jedem Falle mit dem Arzt abgesprochen werden.

Darf ich meine Medikamente weiter einnehmen?
Wegen anderer Krankheiten verordnete Medikamente sollten weiter eingenommen werden. Informieren Sie den Arzt beim Erstgespräch über ihre bisher verordneten Medikamente. In seltenen Fällen können bestimmte Medikamente nicht während der Behandlung angewendet werden.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Chemotherapie und Strahlentherapie?
Beide Verfahren werden zur Behandlung von Tumoren eingesetzt. Die Chemotherapie ist eine Infusions- oder Tablettentherapie, die im gesamten Körper gewollt oder ungewollt wirkt.
Die Strahlentherapie ist eine Lokaltherapie, also eine Art Chirurgie mit einem sehr breitem Messer. Photonen oder Elektronen wirken an bestimmten Regionen des Körpers.
Häufig werden beide Therapieformen miteinander kombiniert, entweder in paralleler oder zeitlich versetzter Abfolge. Dadurch wird die Therapiewirksamkeit gesteigert.

 

Chefarzt

Foto Dr. Christoph

Dr. med. Stephan Christoph

Facharzt für Strahlentherapie


 

 
 

Sekretariat

Ursula Cöllegan

Anmeldung: Tel.: 05271 - 966 687 10
Telefon: 05271 - 966 687 25
Telefax: 05271 - 966 687 19

E-Mail: strahlentherapie.kha@khwe.de

MVZ Weser-Egge Höxter
Strahlentherapie
Brenkhäuser Str. 69
37671 Höxter

 
 

Oberarzt

Norbert Nierste

Facharzt für Strahlentherapie
 

 
 

Medizinphysikexperten

 Dipl.-Ing. Thomas Failing (Leitung)

Dr. rer. nat. Hans-Otto Neidel