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KHWEKATHOLISCHE HOSPITALVEREINIGUNG WESER – EGGE

Klinikum Weser-EggeAkad. Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen

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Kliniken

 
 
 

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wurde Anfang 2016 eröffnet. Für die stationäre und tagesklinische Behandlung der Patienten bietet das Team um Chefarzt Dr. med. Eberhard Beetz ein integratives Konzept auf psychoanalytischer Grundlage, das je nach individueller Lebenssituation und den Bedürfnissen der Patienten ein vielfältiges Set an Therapiemethoden beinhaltet. Diese sogenannte multimodale Behandlung zeichnet sich durch ein Zusammenwirken von ärztlich-psychologischer Gruppen- und Einzelpsychotherapie, medizinischer Versorgung, kreativen Therapieangeboten und psychosomatischer Pflege aus.

Patienteninformation

"Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare" - Christian Morgenstern


Psycho-somatik

Die Psychosomatik beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Seele (Psyche) und dem Körper (Soma). Ein drittes wichtiges Element ist der soziale Bereich. Der Volksmund kennt dafür viele Beispiele: So kann einem etwa eine enttäuschende Nachricht eines Mitmenschen "auf den Magen schlagen" oder "die Sprache verschlagen".
Die psychosomatische Medizin ist ein eigenes medizinisches Fachgebiet. Sie untersucht und behandelt Erkrankungen, für deren Entstehung und Aufrechterhaltung diese bio-psycho-sozialen Wechselwirkungen wesentlich sind.


Warum eine Behandlung sinnvoll ist

Wenn die Seele den Körper leiden lässt

Seelische Konflikte, die langfristig verdrängt werden, verlassen oft irgendwann die psychische Ebene und manifestieren sich in funktionellen körperlichen Störungen (siehe Behandlungsspektrum). Diese Beschwerden sind nicht "eingebildet", sondern körperlich spürbar und sie beruhen z. T. auf bekannten physiologischen Mechanismen. Bei neu aufgetretenen aber auch bei langjährigen und aktuell verstärkten Beschwerden finden sich oft zusätzliche Auslöser, soziale Belastungen, Konflikte in der Familie oder im Beruf oder auch anstehende Schwellensituationen. Diese Belastungen müssen dem Betroffenen nicht bewusst sein und werden oft erst im Verlauf der Behandlung verständlich. In anderen Fällen spielt eine Lebenskrise oder auch ein traumatisch erlebtes Ereignis eine wesentlich Rolle.
Andere Patienten leiden unter einer körperlichen Erkrankung, etwa Rheuma oder eine Schmerzstörung, bei der psychische Faktoren eine wesentliche, verstärkende Rolle spielen.
Umgekehrt kann es auch infolge einer körperlichen Erkrankung und erlebten Einschränkung eines Patienten, z. B. nach einer Krebserkrankung oder einem Herzinfarkt zu behandlungsbedürftigen psychischen Störungen, z. B. einer Depression oder Angststörung, kommen.

Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst

Haben Sie schon viele medizinische Versuche hinter sich, um ihre Beschwerden zu heilen? Häufig werden die Konsultationen von Ärzten als enttäuschend erlebt, ein medizinischer Befund kann nicht erhoben werden oder aber er erklärt nicht das Ausmaß der Beschwerden. Viele Patienten haben einen hohen Leidensdruck, fühlen sich missverstanden, verunsichert oder angespannt.

Unser Bestreben ist, die körperlichen und seelischen Beschwerden in ihrem Zusammenhang zu erfahren, zu verstehen und erträglich zu machen. Dazu dienen uns neben psychotherapeutischen Gesprächen und einer medizinischen Behandlung auch der Zugang über die Musik-, oder die Kunsttherapie- und die konzentrative Bewegungstherapie. Hilfreich ist auch die durch das Pflegepersonal vermittelte Struktur und Orientierung und die respektvolle Atmosphäre auf Station.

Prozess des Erkennens

Viele Patienten erleben mit ihren Beschwerden typische Situationen: Sie fühlen sich nicht wahrgenommen, in ihren körperlichen Beschwerden nicht ernst genommen ("Sie haben nichts"). Die Kontakte mit Therapeuten, aber auch Gespräche mit Mitpatienten bringen oft die Erkenntnis, nicht allein zu sein, was ein wichtiger Einstieg in einen Heilungsprozess ist.
Heilung kommt nicht aus dem "Machen" ("da muss man doch etwas machen") sondern aus dem Verständnis sich selbst gegenüber: aus der Akzeptanz der eigenen Gefühle, dem Wahrnehmen innerer Konflikte, aber auch dem Bemerken von ersten Veränderungen der körperlichen Beschwerden im Prozess der Behandlung. Oft ist ein Erkenntnisschritt mit dem Wahrnehmen und Betrauern von Verlusten und Kränkungen verbunden.

Diese Prozesse der Veränderung innerer Bewältigungsmechanismen und Haltungen mit dem Ziel der Beschwerdebesserung brauchen ihre Zeit. Durch dieses auf Wahrnehmen und Erkenntnisprozesse gerichtete Verständnis lassen sich leichter Veränderungen in festgefahrenen Lebenssituationen finden und schwierige Fakten besser ertragen. Die körperlichen Beschwerden werden dadurch bei den meisten Patienten deutlich erträglicher.


Kontakt

Vor einer Behandlung in unserer Klinik erfolgt ein ausführliches diagnostisches prästationäres Gespräch. Zur Terminvereinbarung im Sekretariat ist eine Einweisung durch den Hausarzt erforderlich. Bei diesem Vorgespräch können auch Fragen des Patienten geklärt werden. Außerdem ist die Berücksichtigung der medizinischen Vorbefunde wichtig. Wenn keine Indikation für eine Behandlung in der Klinik gesehen wird, werden alternative Schritte empfohlen.

Kontakt Sekretariat

Cornelia Hedwig
Telefon: 05272 607 4101
Telefax: 05272 607 4109
E-Mail: psychosomatik.khv@khwe.de

Montag: 8 - 12 Uhr
Dienstag: 12 - 15 Uhr
Mittwoch: 8 - 12 Uhr
Donnerstag: 8 - 12 Uhr

Behandlungsspektrum

Zum Behandlungsspektrum der Klinik gehören Erkrankungen, bei denen biologische, seelische und soziale Faktoren an der Auslösung und/oder Aufrechterhaltung der Erkrankung beteiligt sind. Hierzu gehören:

 Funktionelle psychosomatische Störungen wie:

  • Schwindel, Ohnmachtsgefühl
  • Brustenge, Reizhusten, Globusgefühl
  • Psychogene Lähmungen, Anfälle
  • Tinnitus
  • Kopfschmerzen
  • somatoforme Schmerzstörung
  • Atemstörungen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Häufiger Harndrang
  • Schlafstörungen
  • Sexualstörungen


Organkrankheiten mit psychosomatischer Komponente wie:

  • Herz-Kreislaufstörungen, Hypertonus
  • chronische Schmerzstörungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • Colitis ulcerosa, Crohn Krankheit
  • Neurodermitis, Psoriasis
  • Asthma bronchiale


Essstörungen:

  • Anorexia nervosa (Magersucht)
  • Bulimia nervosa (Bulimie)
     

Psychosomatische Erkrankungen mit ausgeprägter

  • Angstsymptomatik
  • Depressiver Symptomatik
  • Zwangssymptomatik

Behandlungskonzept

Klinik für Psychosomatik als Teil des Klinikums Weser-Egge

Mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wird das Behandlungsspektrum am Standort Brakel aus Orthopädie, Rheumatologie und Schmerzmedizin ergänzt und weiterentwickelt. Es bestehen darüber hinaus Kooperationen mit den anderen Standorten des Klinikums Weser-Egge, insbesondere mit der Neurologie und Inneren Medizin in Höxter. Häufig ist Ausschluss etwa einer entzündlichen neurologischen oder einer internistischen Erkrankung vor Beginn einer psychosomatischen Behandlung sinnvoll.

Am Klinikum Weser-Egge wird der Bereich Psychiatrie und Psychosomatik in Zusammenarbeit vertreten durch das Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie am Standort Bad Driburg unter der Leitung von Dr. Knapczik und durch das Gebiet der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie unter Leitung von Dr. Beetz am Standort Brakel. Ziel ist ein patientenorientiertes, differenziertes Angebot für Menschen mit psychischen und psychosomatischen Störungen.


Integriertes Behandlungskonzept auf psychoanalytischer Grundlage

Für die stationäre und tagesklinische Behandlung wurde ein integratives Konzept entwickelt.

Im Zentrum steht die Bearbeitung des individuellen Krankheitserlebens, der Krankheitsverarbeitung und der Verknüpfung von Lebensschicksal und Krankheitsbild.
Wir arbeiten nach einem psychoanalytischen, konfliktzentrierten Verständnis unter Einbeziehung gruppendynamischer, systemischer und verhaltenstherapeutischer Gesichtspunkte.


Therapieangebote

Die Behandlung in Gruppen als einem gemeinsamen Erlebnisraum ist zentral. Die Wirksamkeit von Gruppentherapien ist inzwischen zahlreich wissenschaftlich bestätigt. Im geschützten Raum der Gruppe können neue (Selbst-) Erfahrungen in der Interaktion mit den Mitpatienten gesammelt werden.

Der ärztliche oder psychologische Bezugstherapeut ist ein wichtiger Lotse im Behandlungsprozess, die Behandlung in Einzelgesprächen erfolgt i. d. R. zweimal die Woche (1 x 50 Minuten, 1 x 25 Minuten).

Neben der Psychotherapie im Einzel und in der Gruppe finden psychosomatisch erkrankte Patienten in unseren kreativ- und körpertherapeutische Verfahren wichtige Zugangswege zum Gefühlsausdruck und zum Körpererleben. Konzentrative Bewegungstherapie, Kunst- und Musiktherapie sowie hypnotherapeutische Entspannung sind daher essentielle Elemente im Behandlungsplan. Die dort gewonnenen Erfahrungen können wiederum in den Gesprächsgruppen verbalisiert und eingeordnet werden, um durch Selbsterkenntnis und -reflexion schließlich gesündere Umgangsweisen zu ermöglichen.

Weitere integrale Bestandteile sind medizinischen Maßnahmen, zu denen eine zielgerichtete Medikation oder auch notwendige medizinische Diagnostik gehören können. Physiotherapeuten des Kooperationspartners "physio4life" sind von Beginn an eng in die Behandlung mit eingebunden. Die psychosomatische Pflege wie auch soziale Arbeit beziehen die äußere und soziale Realität des Patienten mit ein und fördern progressive Schritte. Sie geben dem Patienten als Ansprechpartner Sicherheit und unterstützten ihn dabei, sich auf die Therapien einzulassen und sich mit zuvor vermiedenen Gefühlen und Konflikten auseinander zu setzen.

Die folgende Abbildung (Abb. 2) illustriert die verschiedenen therapeutischen Angebote und betont die Wichtigkeit der Therapie im Gruppensetting (ovale Bereiche), wobei 8 bis 9 Patienten eine Kerngruppe bilden.

Grafik Gruppensett

Schmerzhafte Einsichten und neue Erlebnisweisen wagen

Bei allen multimodalen Maßnahmen geht es immer auch um einen integrierenden psycho-dynamischen Blickwinkel. Eine zentrale Frage lautet: Was bringt dieser Patient mit und wie kann er mit Hilfe von körperbezogenen Anwendungen, Verbesserung der Selbstwirksamkeit und Klärungsschritten in Einzel- und Gruppentherapie etwas krank machendes, d. h. nicht gefühltes, nicht verstandenes, vermeintlich nicht zu sich gehöriges besser wahrnehmen und integrieren? In diesem Integrationsprozess ist der Einzeltherapeut (Abb. 2 in der Mitte) ein wichtiger Bezugspunkt für den Patienten, um alte Verwicklungen auf dem Boden lebensgeschichtlicher Prägungen einzuordnen und nach schmerzhaften Einsichten auch neue Erlebnisweisen zu wagen.

Schwerpunkte

Schwerpunkte unserer Behandlung liegen zum einen bei den dissoziativen Körperstörungen oder so genannten Konversionsstörungen, die sich sehr gut mit psychodynamischen Konzepten verstehen und behandeln lassen. Beispiele dafür sind: psychogene Lähmung oder Gangstörung, psychogene Missempfindungen oder Taubheitsgefühle, Verschwommen-Sehen usw. Die Beschwerden lassen häufig zunächst an neurologische Erkrankungen denken. Daher erfolgt häufig zunächst die Konsultation eines Neurologen, bei ausgeprägten Beschwerden auch stationär. Hier besteht eine gute Kooperation mit der Klinik für Neurologie in Höxter. Einerseits können Patienten, wenn bei einem prästationären Gespräch noch Unklarheiten bestehen, dort vorgestellt werden. Andererseits können Patienten, bei denen eine neurologische Erkrankung ausgeschlossen wurde, bei entsprechendem Bedarf die Möglichkeit zu einem prästationären Termin erhalten. Wenn funktionelle Beschwerden den Brustkorb betreffen, werden Sie vom Patienten als Herzenge oder Herzangst erlebt. Auch hier findet im Vorfeld eine sorgfältige Abklärung mit den vorbehandelnden Internisten oder der Abteilung für Innere in Höxter statt, um z. B. eine vorwiegend kardiale Ursache, z. B. einen drohenden Herzinfarkt auszuschließen.

Ein weiterer störungsorientierter Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten mit chronischem Tinnitus, Hyperakusis und Phonophobie.

Auf der Grundlage von Hör- und Musiktherapie begleiten wir Patienten durch Hörberatung, wir unterstützen die Veränderung ihrer Hörwahrnehmung und Verarbeitung des Störungspotenzials im Hören durch vielseitige praktische Übungen. Eine HNO-ärztliche Abklärung hat in der Regel vor dem Klinikaufenthalt stattgefunden, im Bedarfsfall werden weitere HNO-ärztliche Konsultationen veranlasst.

Chronischer Tinnitus, Hyperakusis und Phonophobie

Eine Vielzahl psychosomatisch erkrankter Patienten leiden unter Störungen der Hörverarbeitung, die als belastende Ohrgeräusche (Rauschen, Pfeifen, Klingeln, Surren, Fiepen, Summen, Klopfen) oder Überempfindlichkeiten gegenüber bestimmten Geräuschen oder Tönen wahrgenommen werden. Diese Hörstörungen können als einzelnes Symptom auftreten oder sich zusätzlich zu anderen Erkrankungen einstellen.

Von chronischem Tinnitus wird gesprochen, wenn die Ohrgeräusche bereits über einen längeren Zeitraum (mehr als 3 Monate) bestehen. Viele Patienten leiden unter Schlafstörungen, Störungen in der Kommunikation mit anderen Menschen oder an einem Gefühl von Kontrollverlust über ihren eigenen Körper. Ausführliche, wiederkehrende Beratungen helfen, einen Weg aus Erkrankungsängsten zu finden. Ziel der Behandlung ist es, eine Anpassungsleistung (Habituation) an die Störung zu erlernen, um sie immer weiter aus der bewussten Aufmerksamkeit heraus zu filtern.

Hyperakusis bezeichnet eine Heraufsetzung der Unbehaglichkeitsschwelle im Hören. Geräusche, Klänge, Stimmen, die in der Vergangenheit selbstverständlich Teil des Alltags waren, werden zunehmend als belastend empfunden und lösen Stresssymptome aus. Oftmals berichten Patienten von einem schleichenden sozialen Rückzug, um ihre Ohren zu schonen. Ein individuell gestaltetes Gewöhnungstraining an identifizierte Quellen der Hörbelästigung sowie Umbewertungen im Denken führen schrittweise zu einer neuen Annäherung an genussvolles Hören.

Phonophobie bedeutet, dass einzelne Geräusche oder Klänge als so ängstigend und belastend wirken, dass Betroffene mit den Anzeichen von starkem Stress und heftiger Angst reagieren können. Das so belastend Gehörte steht zumeist in Verbindung mit Lebenssituationen oder Lebensereignissen. Auch hier geht es um das Entdecken eines neuen Hörens neben dem Erkennen und Verarbeiten von Belastungsfaktoren, die zu dieser Hörstörung geführt haben.

Hörberatung

In Einzel- und Gruppensitzungen erhalten Patienten ausführliche Beratungen und umfangreiches Anschauungsmaterial. Folgenden Fragen gehen sie dabei nach:

  • Wie konnte es zu Störungen des Hörens kommen?
  • Was geschieht in den Verarbeitungswegen von Höreindrücken im Gehirn?
  • Welche körperlich-seelischen Zusammenhänge begünstigen die Ausbildungen von funktionalen Hörstörungen?
  • Welche neuen Achtsamkeiten können entwickelt werden, um das Gehör zukünftig vor weiteren Fehlbelastungen zu schützen?

Die waldnahe Lage der Klinik bietet den Patienten besondere Möglichkeiten der Rekreation und Sensibilisierung für das akustische Umfeld. Dieses Potenzial wird aktiv in die Behandlung der Hörstörungen mit einbezogen.

Veränderung der Hörwahrnehmung und Verarbeitung des Störungspotenzials im Hören

Im Rahmen unseres multimodalen Behandlungskonzeptes nehmen Patienten mit Hörstörungen an den Gruppen- und Einzelsitzungen der Klinischen Musiktherapie sowie an einer zusätzlichen Hörgruppe teil. Die sensorische Klang- und Stimmtherapie ermöglicht vielfache neue Höreindrücke und stärken die Wahrnehmung für innere Bewegungen durch Klänge und Stimme. Positive Körperresonanz- und Nachklangserfahrungen ermutigen, sich dem Hören neu zu öffnen. Patienten mit Tinnitus erhalten ein auditives Training innerhalb ihrer Tinnitusfrequenzen und lernen Techniken der auditiven Umprogrammierung kennen.

Individuelle Hörprogramme werden für Betroffene zusammengestellt und während des Klinikaufenthaltes genutzt. Patienten mit Störungen der Hörwahrnehmung erhalten zum Ende ihres Aufenthaltes vielfache Anregungen, wie sie das Erlernte im häuslichen Kontext weiter pflegen können.

Information für Ärzte/Zuweiser

Eine stationäre multimodale psychosomatische Krankenhausbehandlung ist dann indiziert, wenn wegen der Schwere der Erkrankung und der Auswirkungen auf die Alltagsfunktionen - z. B. bei mehrwöchiger Krankschreibung - eine ambulante Behandlung nicht ausreichend ist bzw. nicht erfolgreich war.

Die Kontinuität der hausärztlichen, fachärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung nach einer Behandlung in der Klinik ist uns ein zentrales Anliegen. Gerne stehen wir für Ihre Fragen zur Verfügung.

1. Terminvereinbarung für ein prästationäres Gespräch: Wenn die Terminvereinbarung durch Ihre Praxis erfolgt, bitten wir um eine Terminbestätigung durch den Patienten (Kontakt zum Sekretariat siehe rechte Menüspalte)

2. Der Patient benötigt von Ihnen eine Einweisung für psychosomatische Krankenhausbehandlung, d. h. dass Sie eine Krankenhausbehandlung grundsätzlich für sinnvoll und indiziert halten.

3. weiterhin bitte wir um die Zusendung medizinischer Vorbefunde, gerne auch per Fax: 0 5272 - 607 4109

Sie erhalten nach dem prästationären Termin von uns einen Bericht mit weiterer Empfehlung.

Wenn wir die Indikation bestätigen, wird der Patient i. d. R. den genauen Termin mit dem Sekretariat abstimmen. In dem Falle, dass wir keine Indikation sehen oder der Patient zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Behandlung wünscht, werden wir uns um eine alternative Empfehlung bemühen.

Für psychosomatische Patienten, die noch sehr auf eine rein somatische Ursache und medizinische Diagnostik bezogen sind hat die erstmalige psychotherapeutische Behandlung in einer Klinik neben einer Stabilisierung auch das Ziel, ein basales psychosomatisches Krankheitsmodell zu entwickeln. Oft ist eine stationäre oder tagesklinische Behandlung der einzige Weg, in einen psychotherapeutischen Prozess mit dem Ziel der Stabilisierung seelischer und körperlicher Funktionen zu kommen und eine Chronifizierung zu vermeiden
Ein psychotherapeutischer Klinikaufenthaltkann aber bei entsprechender Indikation auch in den Gesamtbehandlungsplan einer ambulanten Psychotherapie eingebettet sein.
Schließlich kann eine multimodale Behandlung auch bei Patienten erforderlich sein, die ambulante oder stationäre Vorbehandlungen haben und durch eine Schwellensituation oder anderen aktuellen Auslöser in eine Krise/Verschlechterung geraten sind.

Kontraindikationen sind insbesondere: Erkrankungen aus dem psychotischen Formenkreis, stoffgebundene Suchterkrankungen, hirnorganische Störungen, schwere depressive Episoden, Suizidalität, schwere Selbstverletzungen.

 

Chefarzt

Dr. Eberhard Beetz

Dr. med. Eberhard Beetz

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Facharzt für Innere Medizin


 
 

Sekretariat

Cornelia Hedwig

Telefon: 05272 607 4101
Telefax:  05272 607 4109

Montag: 8 - 12 Uhr
Dienstag: 12 - 15 Uhr
Mittwoch: 8 - 12 Uhr
Donnerstag: 8 - 12 Uhr

E-Mail: psychosomatik.khv@khwe.de

 
 

Oberarzt

Dr. Gerd Kötschau

Dr. med. Gerd Kötschau

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin

Psychotherapie und Rehawesen

 
 

Leitende Psychologin

Corinna Stamm

Corinna Stamm

Psychologische Psychotherapeutin

Schwerpunkt: Verhaltenstherapie