Historisches zur Entstehung

Der Dokumentationsverbund Psychiatrie basiert auf Erfahrungen der psychiatrischen Abteilung Bad Driburg. Dort hatte der damalige Chefarzt Dr. Philipzen in Zusammenarbeit mit Prof. Habeck von der Universität Münster eine Patientendokumentation aufgebaut, die alle seit Gründung der Abteilung im Jahr 1968 behandelten Patienten umfasst. Aus heutiger Sicht kaum mehr vorstellbar, wurden die Daten damals auf Lochkarten erfasst, dann in den Rechner der Uni Münster eingelesen und dort auch ausgewertet.

Die psychiatrische Abteilung am St. Josef Hospital Bad Driburg wurde dann ab Mitte der 70er Jahre im Rahmen des Modellverbundes Psychiatrie als Modellprojekt gefördert, welcher von der Bundesregierung nach der Psychiatrie-Enquete ins Leben gerufen wurde. Dabei wurde die dort bestehende  Patientenbasisdokumentation weiter ausgebaut.

Als Anfang der 80er Jahre der Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gestützt auf seine statistische Abteilung mit den Daten seiner psychiatrischen Kliniken in die gesundheitspolitische Diskussion eingriff und versuchte, den weiteren Ausbau psychiatrischer Abteilungen in Westfalen-Lippe zu be- bzw. zu verhindern, gründeten am 01.01.1984 die fünf westfälischen psychiatrischen Abteilungen in Bochum-Wattenscheid, Olpe, Hattingen-Niederwenigern, Herne-Eickel und Bad Driburg den Dokumentationsverbund Psychiatrie, um ihre eigene Arbeit besser darstellen und als Gegengewicht zum LWL in die gesundheitspolitische Diskussion auf Landesebene eingreifen zu können.

Über die Jahre schlossen sich kontinuierlich neue Abteilungen nicht nur aus Nordrhein-Westfalen sondern auch aus anderen Bundesländern an. Aktuell sind psychiatrische Abteilungen aus Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen am Dokumentationsverbund Psychiatrie beteiligt (Details siehe: Teilnehmer)